Gefährdete Denkmäler, war: Frage nach Raum und Orgel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Freitag, 18. Oktober 2024, 08:42 (vor 697 Tagen) @ Evacuant

Warum kann man herausragende Instrumente der 1950er und 1960er Jahre, die original erhalten sind, nicht einfach in ihrem Originalzustand respektieren, sie in diesem Zustand belassen und pflegen und ggf. restaurieren, so wie es auch bei älteren historischen Instrumenten der Brauch ist?

Die Frage ist gut und der Aufruf dahinter auch - allerdings ist auch bei diesen herausragenden Instrumenten, ich denke da auch an manch große Schnitger-Orgel oder Mölln oder... der Zustand manchmal ein gewachsener, oder schon das Meisterwerk von 16XX ist durch Übernahme älteren Materials uneinheitlich, wenngleich meisterlich neu zusammengefasst.

Das relativ radikale Zurückrestaurieren auf ein fernes Datum ist zum Glück auch gelegentlich in Frage gestellt worden, denn auch da gibt es das Risiko von Verlusten. Diese Diskussion ist allerdings auch wieder ein Einfallstor für modische Einschätzungen (BEibehalten veränderte Tonumfänge, Stimmungen, "nützlicher" zusätzlicher Register). Hilfreich ist sicher eine breite Diskussion.
Insofern ist auch unsere Diskussion um Lübeck Marien hilfreich, weil die Befürworter des Abgangs der Kemper-Orgel sich permanent an den Bewahrern abarbeiten und die argumentativen Klingen jeweils scharf bleiben müssen, auch durch zeitlich sich wandelnde Ideale hindurch. (Also, vielleicht nicht so scharf wie zuletzt hier.)


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