Libau - Frage nach Raum und Orgel

Max Reger @, Wallfahrtsstadt Kevelaer, Donnerstag, 17. Oktober 2024, 15:24 (vor 695 Tagen) @ link1907
bearbeitet von Max Reger, Donnerstag, 17. Oktober 2024, 15:29

Mal eine etwas provokante Frage an die Fachleute hier:
Was würde denn angesichts der immensen Kosten für einen Neubau schätzungsweise
die Sanierung der Kemper-Orgel kosten?
Mit Änderung der Dispo, Stilllegung des mechanischen Spieltisches, Spieltisch im
Kirchenschiff (wie im Wiener Dom) mit elektrischer Traktur.

Mit einem SOLCHEN Konzept ist von einem niedrigen siebenstelligen Betrag auszugehen nach meiner spontanen Schätzung.
Die Frage ist, ob man ein solches Zielszenario überhaupt anstreben sollte.
So sehe ich persönlich keinen Sinn in einem freistehenden mobilen Spieltisch in St. Marien.
Das alleine ist ein ziehmlich teurer Spaß und ich kann den Sinn dahinter nicht erkennen, erst recht nicht in Zeiten, in denen man das Geld wirklich sehr, sehr bedachtsam anlegen sollte.
Auch halte ich den bestehenden Spieltisch für renovierbar einschließlich der Mechaniken und würde die bestehende Technik allenfalls ergänzen durch heutzutage übliche Techniken (Setzer).
Die Renovierung/ Sanierung der Großen Orgel könnte man problemlos über einen Zeitraum mehrerer Jahre strecken und damit finanzierbar halten.
Kleine Anregung für Überlegungen: < http://st-marien-luebeck.org/gutachten/ >
(müßte mal überarbeitet werden...)

Ich persönlich sehe großes Potential in diesem Instrument als gegeben, das einfach geweckt werden sollte. Und ich betrachte das bestehende Instrument in jeder Hinsicht als bemerkenswerter und authentischer an als einen Neubau für schätzungsweise das vier- bis fünffache an Finanzmitteln durch Klais.

Und - by the way - ausgerechnet Johannes Unger (!) hat mir die Kemper-Orgel durch seine Konzerte noch einmal eindrucksvoll und eindringlich als erhaltenswert nähergebracht!


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