Libau - Frage nach Raum und Orgel

Evacuant, Freitag, 18. Oktober 2024, 01:06 (vor 695 Tagen) @ Max Reger

Immerhin: es gibt zahlreiche Orgelinstrumente, die es offenbar "geschafft" haben, wie bspw. die Beckerath-Orgel in St. Petri Hamburg oder jene aus der gleichen Werkstatt in Hildesheim, St. Andreas.

Die Orgel St. Petri Hamburg hat es nicht "geschafft", sie ist zwar dem Abriss bis auf weiteres entronnen, wurde aber umgebaut und erweitert und in jeder Hinsicht dem gewandelten Zeitgeschmack angepasst: Mixturen wurden reduziert und tiefergelegt, Register umgestellt, 32'-, 16'- und 8'-Register (darunter auch die unvermeidliche Schwebung) eingebaut, der originale Spieltisch wurde durch einen "modernen" ersetzt ("Elektrische Registertraktur mit unbegrenzter Speichermöglichkeit, MIDI-Schnittstelle")...

Und in Hildesheim, St. Andreas denkt man, wie ich gerüchtweise vernommen habe (hoffentlich stimmt das Gerücht nicht) auch über einen tiefgreifenden Erweiterungs-Umbau nach.

Warum kann man herausragende Instrumente der 1950er und 1960er Jahre, die original erhalten sind, nicht einfach in ihrem Originalzustand respektieren, sie in diesem Zustand belassen und pflegen und ggf. restaurieren, so wie es auch bei älteren historischen Instrumenten der Brauch ist?


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