Libau - Frage nach Raum und Orgel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 16. Oktober 2024, 00:15 (vor 699 Tagen) @ Max Reger

"Das stimmt ntaürlich, dennoch setzte Stender die Mythisierung mit seinem überlangen Dienstweg (zur Orgel) fort. Aber auch hier lasse ich mich gerne korrigieren. Und wer wäre schon frei von Marketing? (unter denen, die überhaupt was zu verkaufen haben)"


Ernst-Erich Stender, dieser Raum und seine Orgeln sind und waren ein Mythos!

Wer hatte sonst einen solchen "Dienstweg", wie er zwischen den jeweiligen "Totentanz-Orgeln" und der Großen Orgel besteht?

Es geht daraum, dass es ein Leichtes gewesen wäre, den historischen Aufstieg über die Turmtreppe an die Kemper-Orgel anzuschließen. Aber das hätte den Mythos zerstört.

Was war/ ist das für ein Aufeinandertreffen an Instrumenten?

Naja.

Sein (Stenders) Jahresprogramm an den Orgeln - absolut legendär und in diesem Umfang und seiner Dichte wohl (fast) ohne gleichen in der Republik.

Okay, quantitativ sehe ich das auch so.

"Orgel satt" - dafür stand St. Marien über Jahrzehnte.

Kann man von mir aus ebenfalls so stehen lassen.


Und Ernst-Erich Stender füllte die Marienkirche in einer Weise, die sein Nachfolger beileibe nicht erreicht hat (und erreichen wird).
Heutzutage finden sich im Sonntagsgottesdienst mal gerade noch zwei Dutzend Gäste ein.

Der letzte Satz ist eine Frechheit. Sowohl J. Unger wie auch N. Abryutina (Assistentin) verfügen über ein weitaus ausdrucksvolleres und bedarfsweise auch virtuoseres Spiel als EES es je hatte. Die GD-Besucherzahlen an Stenders Musik festzumachen (wer sagt, dass sie ohne Unger und Abryutina nicht noch deutlich niedriger wären?) ist angesichts der allgemeinen Entwicklungen wirklich in einer Argumentationsästhetik anzusiedlen, die sonst den sogenannten Klimaleugnern zu eigen ist.


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