Libau - Frage nach Raum und Orgel

Max Reger @, Wallfahrtsstadt Kevelaer, Donnerstag, 17. Oktober 2024, 23:23 (vor 695 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von Max Reger, Donnerstag, 17. Oktober 2024, 23:31

Und im Umgang mit vermeintlich unzeitgemäßen Instrumenten kommt es oftmals zu einer gefährlichen Melange der von "Max Reger" aufgeführten Dingen. Beispiele fallen mir einige ein, vor allem im Umgang mit Orgeln der Jahre 1930-1970.


Es besteht eine gewisse Analogie zur Architektur und für mich verläuft die Trennlinie in etwa so wie oben zitiert, in meiner Einschätzung Vorkriegs vs. Nachkriegsepoche.
Auch in der Denkmalpflege im Bereich Hochbau sowie ingenieurtechnischer Bauwerke hat die Nachkriegarchitektur keinen leichten Stand, leider.

Immerhin: es gibt zahlreiche Orgelinstrumente, die es offenbar "geschafft" haben, wie bspw. die Beckerath-Orgel in St. Petri Hamburg oder jene aus der gleichen Werkstatt in Hildesheim, St. Andreas.
Andere denkmalwürdige Werke sind leider in böse Hände und damit in die Zerstörung geraten, wie die Walcker-Orgel in Dortmund, Reinoldi, wo (hoffentlich schreibe ich jetzt nichts falsches) Klaus Eldert Müller und OSV Schwartz einen Orgelabbruch bewirkt haben.

Übrigens zählen zu den geretteten Werken auch zahlreiche Opera aus Lübecker Herstellung, wie bspw. die Orgel in der Rhein-Mosel-Halle in Koblenz oder jene in St. Jakobi in Hamburg.
An diese Werke wird so schnell keiner mehr destruktiv rangehen.

Und wenn Prof. Stender noch Jahre vor seinem Ruhestand in St. Marien eine umfassende Renovierung veranlasst hätte, dann stünden wir auch dort heute vor ganz anderen Tatsachen. Was umso wichtiger gewesen wäre, weil er das Instrument stets (auch als sehr zuverlässig) geschätzt und immer in Schuss gehalten hat.


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