Woehl

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Sonntag, 23. März 2025, 12:59 (vor 535 Tagen) @ link1907

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War man 2006 was die Beurteilung von Orgeln des 19.Jahrhunderts bzw.spätromantischer Orgeln
anbetrifft nicht schon weiter?
Geht es hier um eine Berechtigung oder gar "Seligsprechung der Orgelbewegung"?

Ist diese Frage an das Buch gerichtet oder ist es eine Kritik am Verlagstext, dass das 19. Jahrhundert hier eine gewisse Fragwürdigkeit erhält? Letzteres könnte ich nachvollziehen. Das Buch selbst ist wirklich sehr gut und erläuterte jedenfalls mir viele Zusammenhänge und Fragen, wie sie HARP64 eben gerne Sseinen Schülern beantworten würde.

Denn über die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts im Orgelbau habe ich im Unterricht eher wenig und nur Vereinfachtes gehört, auch eigene Forschungen brachten mich Studi damals wenig weiter.

Das Buch war mir auch als Sekundärquelle eine wichtige Hilfe bei der Gestaltung des NAchwortes zum Symposionsbereicht zur hiesigen Orgel - denn selbst die anwesenden höchst sachkundigen Herren hatten 2009 eine, wie sich spoäter zeigte, recht unscharfe Vorstellung davon, auf welche Art genau Orgelprojekte in den 30er-Jahren in Deutschland der Ogelbewegung folgten. Speziell in der Frage der Schleiflade - ab wann wieder angestrebt und gebaut, sogar in elektrisdcher Variante - lagen wir 2009 eigentlich sehr daneben.

Das Woehl-Interview deckt im Buch übrigens 9 Seiten ab, das mit Ahrend 13, das mit Zehnder 10, ebenso das mit Radulescu. Und die sind schon interessant, auch durch die verschiedenen Ansätze, die Summereder schon mit den Startfragen lenkte. (Naja, wer weiß, mit welchen Fragen die Gespräche vor der redaktionellen Bearbeitung begannen.)
Das Buch ist angenehm arm an eigenen Thesen und Gedankengebäuden, sondern will die komplexe Situation abbilden. Als "Nachgeborener"* trägt es für mich das Prädikat "lesenswert".

*) Ja, "Nachgeborener" ist das Wort, das mir als erstes einfällt, wenn ich mich in Summereder hineinversetze, wie er mit den erwähnten Herren spricht, die ich auch noch alle erlebt habe - nur tageweise oder jahrelang. Habe ich also den Aufbruch der Klänge verpasst? Wollte und will ich nicht immer wieder auch Teil davon sein? Vermutlich oder hoffentlich fand er immer statt und geht immer weiter...


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