Ansage, welches Literaturstück gespielt wird

3rd_astronaut, Donnerstag, 27. Oktober 2011, 10:41 (vor 5429 Tagen) @ elsenp

Sicherlich würde die Priester, mit denen ich zusammen arbeiten, auch am Ende des Gottesdienstes verlesen, welches Orgelstück zu hören sein wird. Aber zum einen möchte ich dies nicht (s.o.) und zum anderen fände ich es unpassend, im Rahmen der Verkündigungen ("Am Dienstag wird Frau Walter aus der Kirchgasse, die im Alter von 92 Jahren verstorben ist, um 9:30 Uhr zu Grabe getragen. Zum Auszug hören wir dann die Toccata in seven von John Rutter." o.ä.).

Ich sehe das Problem nicht. Etwas Fingerspitzengefühl bei den Vermeldungen ist doch immer nötig. Es könnte ja theoretisch auch passieren:
"Am Dienstag wird Herr Walter aus der Kirchgasse, der im Alter von 64 Jahren verstorben ist, um 9:30 Uhr zu Grabe getragen. Am Mittwochabend lädt die Kolpingfamilie ein zum Vortragsabend 'Freude und Erfüllung im Ruhestand'."

Dürfen deshalb prinzipiell keine Vortragsabende mehr vermeldet werden?

Ich fände es auch seltsam, wenn z.B. der Lektor oder die Lektorin vor der Lesung den Einleitungstext verliest mit den Worten "Wir hören jetzt eine Einleitung zur Lesung der von Pater Max Müller verfasst wurde" oder zu den Fürbitten "Die Fürbitten stammen aus dem Fürbittbuch Nr. 7 von Otmar Faulstich.". Wäre doch auch unpassend?

Das mit den Fürbitten wäre ungewöhnlich, ja. Aber wenn z.B. der Pfarrer in seiner Predigt ein Gedicht / ein projiziertes Bild einbaut oder nach der Kommunion ein besinnlicher Text verlesen wird, wird selbstverständlich der Urheber genannt. Ich sehe das Problem wiederum nicht.


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