Bach in jedem Gottesdienst!

Dulzian @, Freitag, 21. Oktober 2011, 16:06 (vor 5436 Tagen) @ willscher
bearbeitet von Dulzian, Freitag, 21. Oktober 2011, 16:43

Wie oft habe ich wundervolle Orgelvorspiele in Paris gehört, die dann abrupt enden mußten, weil der Zelebrant am Altar ungeduldig wurde. Da gibt es ja so nette Summer, mit denen der Zelebrant den Organisten zur Raison rufen kann/konnte, egal, ob der Langlais, Litaize oder Messiaen hieß...........und dann wurde gnadenlos moduliert und innerhalb weniger Sekunden ein Schluß "herbeigespielt".

Das empfinde ich schon als ziemlichen Hardcore, dermaßen gnadenlos abgewürgt zu werden, statt eine Komposition, wenn nicht vollständig möglich, aber doch wenigstens in einem in sich geschlossenen Teil daraus ganzbeinig präsentieren zu können.

Ich gestehe aber, dass ich z.B. bei der wunderbaren Fuge über das Magnifikat BWV733, welche leider aber auch rel. lang ist, aus dem (über-)langen manualiter-Teil die Takte 42-97 gekürzt habe, sodass das ganze sich auf 3 Seiten und 2-3 min reduziert hat. Ich finde, Takt 98 (das ist der gloriose Pedaleinsatz) fügt sich gut an Takt 41 an.
Nun weiß ich nicht, ob ich mich schämen muß ob des Streichens von 55 Takten oder mich stattdessen daran erfreuen kann, durch diese Maßnahme ein wirklich bestens geeignetes Stück für den Gottesdienst zur Verfügung zu haben...


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