Bach in jedem Gottesdienst!

Friedrich @, Freitag, 21. Oktober 2011, 11:55 (vor 5436 Tagen) @ Dulzian

Z.B. für den kommenden Ewigkeitssonntag habe ich die Fantasie und Fuge c-moll BWV537 eingeplant - für mich passt die Fantasie mit ihren Seufzermotiven und die Fuge mit den aufsteigenden halben Noten in Halbtonschritten im Mittelteil wie kein anderes für diesen Sonntag. Da bei diesem Stück die Fantasie auf der Dominante endet, füge ich die Tonika noch dran, weil die Fuge nicht unmittelbar folgt, sondern der Gottesdienst durch Fantasie und Fuge eingerahmt wird.

Toll, dass Du solche Sachen regelmäßig im Gottesdienst spielst!

In diesem Fall käme ich – wenn ich's denn spielen könnte – allerdings zu einem anderen Schluss. Ich würde das Stück so lassen wie es ist und das offene Ende mit dem Pfarrer abstimmen. Schlussbildungen sind bei jedem Komponisten etwas sehr Charakteristisches – bei Bach allemal. Der würde wohl kaum einfach eine c-Moll-Tonika dranhängen. Am Ende stünden Stück und Spieler möglicherweise nicht so gut da, wie es die fantastische Komposition verspricht. Hast Du schon ausprobiert, wie es klingt? Ich stelle es mir ziemlich ernüchternd vor.

Mein Rat: Trau Dich – es ist ein besonderer Sonntag, und so eine Einleitung eröffnet den Gottesdienst auf besondere Weise.

Gruß,
Friedrich


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