Ansage, welches Literaturstück gespielt wird

elsenp, Donnerstag, 27. Oktober 2011, 07:14 (vor 5430 Tagen) @ 3rd_astronaut

Sorry, aber das klingt für mich sehr katholisch, und das meine ich nicht positiv (ich bin Katholik). Jedes gefühlte "Sich-Wichtigmachen" einer Person ungleich dem "Herrn Pfarrer" ist anstößig. Überhaupt ist ein längeres, künstlerisches Orgelspiel ja schon grenzwertig, und dann auch noch eine "amtliche Vermeldung"... Wichtiger ist doch, dass der Organist zur Wandlung kniet. ;-)

Ja, ich bin katholisch. Und ICH finde (das ist meine persönliche Meinung), dass mein Orgelspiel im Gottesdienst Teil der Liturgie ist. Wenn ich im Gottesdienst ein Orgelwerk spiele, wird dies Teil der Liturgie. Das hat nichts mit Nicht-Sich-Wichtigmachen zu tun, sondern ist eine Grundhaltung, die ich für wichtig halte. Sicherlich würde die Priester, mit denen ich zusammen arbeiten, auch am Ende des Gottesdienstes verlesen, welches Orgelstück zu hören sein wird. Aber zum einen möchte ich dies nicht (s.o.) und zum anderen fände ich es unpassend, im Rahmen der Verkündigungen ("Am Dienstag wird Frau Walter aus der Kirchgasse, die im Alter von 92 Jahren verstorben ist, um 9:30 Uhr zu Grabe getragen. Zum Auszug hören wir dann die Toccata in seven von John Rutter." o.ä.).

Ich fände es auch seltsam, wenn z.B. der Lektor oder die Lektorin vor der Lesung den Einleitungstext verliest mit den Worten "Wir hören jetzt eine Einleitung zur Lesung der von Pater Max Müller verfasst wurde" oder zu den Fürbitten "Die Fürbitten stammen aus dem Fürbittbuch Nr. 7 von Otmar Faulstich.". Wäre doch auch unpassend?

Gruß
Peter


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