Ansage, welches Literaturstück gespielt wird

perotin @, Rhein-Neckar-Raum, Sonntag, 23. Oktober 2011, 16:25 (vor 5433 Tagen) @ Dulzian
bearbeitet von perotin, Sonntag, 23. Oktober 2011, 16:28

Eine andere Möglichkeit ist noch, dass man dem Pfarrer einen Zettel in die Hand gibt, worauf steht, welche Literaturstücke am Beginn und Ende des Gottesdienstes gespielt werden.

Es steht dann dem Pfarrer frei, was er damit macht - z.B. nach dem Eingangsstück mitzuteilen, was gerade gespielt wurde. Am Ende nach dem Segen kommt bei uns noch die Ansage, dass die Leute sitzen bleiben mögen für das Schlußstück, eine gute Gelegenheit, mitzuteilen, was denn gespielt wird.

Ich bin der Meinung, dass es die Leute ruhig erfahren sollten und auch eine gewisse Wertschätzung darstellt, wenn bei größeren Literaturstücken angesagt wird, was gespielt wird.

Bin allerdings mit dem Usus bei den Katholens nicht vertraut, aber bei ev. Gottesdiensten sollte so eine Ansage schon möglich sein...

Ja, sollte! Aber die Wege des Herrn - und auch die des Herrn Pfarrers - sind bekanntlich unerforschlich...

Seit einem Jahr spiele ich öfters in einer hiesigen Ev. Kirche, da der dortige Hauptorganist nicht alles machen kann. Es ist üblich, daß die Gemeinde beim Orgelnachspiel Platz behält, und die recht stattliche Orgel (gut 40 Register) ermöglicht schon so einiges. Der Pfarrer ist an sich ein recht netter und umgänglicher Mensch; doch auf meine Bitte, kurz anzusagen, welches Stück am Schluß erklingt, kam nur "Das mache ich nicht".
Als "Neuling" wollte ich nicht gleich eine Diskussion anfangen, gewundert hat's mich aber schon.

Der Gottesdienstbesuch ist in besagter Kirche allerdings mitunter derart schlecht, daß (außer bei besonderen Gottesdiensten) meine Motivation, größere Literaturstücke vorzubereiten, mittlerweile eher gering ist. Man kann dort im Grunde schon froh sein, wenn mehr als ca. 10 Besucher dem Sonntagsgottesdienst beiwohnen. Es mag mit dem Stadtviertel zusammenhängen, in dem die (eigentlich recht schöne) Kirche liegt, auch wenn das sicher nicht der einzige Grund ist. - Ich will keineswegs voreilige Konfessionsvergleiche anstellen, muß aber doch sagen, daß in den katholischen Kirchen, die ich hier kenne, eine so "leere" Sonntags- oder Vorabendmesse nach wie vor fast undenkbar ist...

Grüße,
perotin


gesamter Thread:

 

powered by my little forum