Orgelkonzerte/Gottesdienste

Karsten, Freitag, 21. Oktober 2011, 09:51 (vor 5439 Tagen) @ willscher
bearbeitet von Karsten, Freitag, 21. Oktober 2011, 10:02

Hallo!

Da hat Andreas einen ganz wichtigen Punkt angesprochen.
Einfasch durch die Auswahl guter Musik, und wenn es nur "gute" Gebrauchsmusik ist, kann man die Gottesdienstbesucher dafür sensibilisieren. Einerseits haben die Leute eine gewisses Gefühl dafür, wann etwas "tolles" kommt. Leider ist es aber so, dass die Begeisterung für etwas "tolles" oft nur mit dem db-Wert bzw. gezogene Registerzahl steigt.
Aber auch das kann man ja nutzen ^^

Ein guten Ansatz hatte da mein erster Orgellehrer. Ein hauptamtlicher Organist, heute vergleichbar mit B-Kirchenmusiker. Er spielt vorwiegend Literatur und einer seiner "Grundsätze" war, zumindest zu versuchen, alle zwei Wochen ein Stück von Bach im Gottesdienst zu spielen, auch wenn es "nur" ein kleines Choralvorspiel war. Zweimal im Jahr, Dreikönig und zum Tag des ewigen Gebetes, etablierte er eine Orgelsoiree, meist ein gemischtes Programm mit Orgelsolostücken und Gesang. Dabei erklangen auch "Kleinmeister". Die Programme waren jedenfalls sehr durchdacht, teilweise durch gesprochen Meditationstexte ergänzt. Sein Nachfolger hat das ausgebaut zu monatlichen Matineen, die weiterhin recht gut besucht zu sind.

Leider kenne ich auch ein anderes Beispiel: Ebenfalls ein hauptamtlicher Kirchenmusiker, sogar mit Konzertexamen. Leider macht er um gute liturgische Gebrauchsmusiken, die die Leute direkt ansprechen, einen großen Bogen. U.a. aus künstlerischen Gründen. Da spielt er lieber einmal im Monat einen "großen Bach" zum Auszug - und wundert sich, wie die Leute bei so genialer Musik nach Hause gehen können...

Gruß
Karsten


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