Bewertung Improvisation

Friedrich @, Donnerstag, 18. April 2013, 19:59 (vor 4880 Tagen) @ Werni

… Auch das Umfeld muss stimmen: Orgel ist brauchbar, die Akustik ist dem Improvisator geneigt, ebenso ist die Stimmung des Publikaums durchaus fühlbar und beeinflußt die Impro. Kurz gesagt - es gehören viele Dinge zusammen, die eine gute Improvisation erst möglich machen.

Danke für die Eindrücke, fand ich lesens- und bedenkenswert. Ich persönlich habe es nicht so mit Lehrndorfers Improvisationsstil, auch wenn ich einsehe, dass er schon ein großer Organist und Improvisator war. Auch seine Sujets waren oft nicht so meins – Marienlieder, »Großer Gott, wir loben dich« usw., das ist meiner lutherischen DNS zu katholisch-volkstümlich, ein bisschen viel Altötting. Was ich eingeklagt habe, das Gliedern und Klären in der Improvisation, das hatte Lehrndorfer zweifellos meisterhaft drauf, ebenso Sangbarkeit und Rhythmus.

Was ich aus der Beschreibung allerdings auch mitnehmen werde, ist der nette Verschreiber »Publikaum«. Bitte, ich will mich nicht drüber lustigmachen, schließlich sind meine Beiträge auch selten ganz hasenrein – aber zu manchen Orgelkonzerten passt »Publikaum« einfach besser als jedes andere Wort.

Gruß,
Friedrich


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