Hochzeitsorganist

tiratutti @, Donnerstag, 03. Juli 2014, 09:54 (vor 4504 Tagen) @ Solcena
bearbeitet von tiratutti, Donnerstag, 03. Juli 2014, 10:02

Er bekam, zu DM-Zeiten, 400 DM für einen solchen Auftritt mit seinem "Gesamtrepertoire", also ziemlich genau 200 €. Drei Hochzeiten pro Samstag, manchmal vielleicht auch vier, das an vier Samstagen im Monat: man kann sich ausrechnen, daß er gut wegkam.

Bei so einer Hochzeit kann man schon nach Zeitaufwand abrechnen; z.B. separate Probe und Fahrt dazu 1,25h + Gottesdienst inkl. An- und Abfahrt 1,25h = 2,5h x 24 Euro = 60 Euro. Da sollte sich niemand drüber beklagen können. Schmerzensgeld für grauenvolle Solisten / furchtbare Orgeln ist da allerdings nicht inbegriffen :-)

wie immer im Leben kann man die unterschiedlichsten Dinge erleben:
da war einmal bei uns eine Italienerhochzeit, wo natürlich das (also DAS) Ave Maria geüwnscht wurde, ohne welches solch eine Hochzeit nicht gültig ist. Nachher wollte dann die Mama nicht bezahlen, weil es nicht erklungen sei. Naja, nur mit Orgel klingt es halt doch anders als von CD oder mit Brüllwürfelsopranöse ... man einigte sich.

Und dann das völlige Gegenteil: vor ca. 20 Jahren, noch zu DM-Zeiten, wünschte die Braut in der Vorbesprechung, dass auch sopraniert und trompetiert wird. Das positive Erlebnis: von selber kam von ihr die Frage, ob denn dann je 200 DM für die drei beteiligten Musiker ok sei. 600 DM, einfach so offeriert. War ok und wurde gern genommen :-)

Grüße von tiratutti


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