Hochzeitsorganist

hintersatz, Mittwoch, 02. Juli 2014, 08:51 (vor 4506 Tagen) @ Offenbass 32'

Es ist glaub ich auch so geworden, daß viele Leute nur noch kirchlich heiraten weil es dazu gehört und eben schön auf Hochzeitsbildern aussieht, abgesehn davon daß danach viele derer keine Kirche und keine Klus mehr sehen.

Eben dann wäre es wichtig, dass die Leutchen bei Ihrem "Erstkontakt" nicht mit dem Kopp gegen ein antikes Bücherregal laufen und sich vom alten Staub berieseln lassen, sondern in eine moderne und aufgeschlossene Kirche treten, die ihre Wünsche Ernst nimmt.
Eine liturgische Besonderheit bei der Trauung sei noch angemerkt: nach katholischer Lehre ist es das Brautpaar, das sich das Sakrament gegenseitig spendet, und nicht etwa der Priester. Wie kann es sein, dass musikalische und liturgische Wünsche der sakramental Handelnden nicht zu berücksichtigen sind ?
Wenn ein Musiker klar äußert, im Rahmen der seiner zeitlichen, spieltechnischen oder instrumentalen Möglichkeiten derartige Sonderwünsche nicht realisieren zu können, wird das wohl jeder einsehen und hat Gelegenheit, sich nach einem anderen Musiker umzusehen.
Der pauschalen Hinweis aufs liturgisch nicht Passende und den Verweis aufs bewährte Repertoire mag zwar bequem sein, erscheint ab nicht gerade besonders Dienstleistungs-orientiert.


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