Auf den Spuren der frühen Weise-Orgeln - Teil IIIb

MCVL @, Mittwoch, 09. Juli 2025, 20:49 (vor 425 Tagen) @ MCVL

Oberschneiding

Das Baujahr 1916, welches im Aufsatz von Georg Brenninger über die Orgeln des Landkreises Straubing-Bogen angegeben ist und welches auch Eingang in die Orgeldatenbank Bayern gefunden hat, muß erheblich nach oben korrigiert werden. Im Spätherbst 1916 war tatsächlich ein Orgelneubau für Oberschneiding geplant, der entsprechende Kostenvoranschlag war durch Orgelrevident Hämel aus Straubing auch für gut geheißen worden. Aus finanziellen Gründen rät das Bischöfliche Ordinariat Regensburg von einem Orgelneubau ab und auch die Regierung von Niederbayern verweigert dem Projekt die Genehmigung.
Erst 1923 wird das Vorhaben wieder aufgegriffen, wie das Bezirksamt Straubing am 17. März dieses Jahres nach Landshut berichtet. Die Orgelbauanstalt Weise hatte zuvor einen Kostenvoranschlag zu einem Orgelneubau ausgearbeitet, für welchen das vorhandene Gehäuse von Adam Ehrlich 1849 beibehalten werden soll. Die Regierung in Landshut genehmigt den Orgelneubau am 18. April 1923.


Preying

Zu diesem Orgelneubau waren keine Akten aufzufinden; das in den Statistiken/Handbüchern genannte Baujahr 1912 dürfte zutreffend sein, da nach den Regierungsakten in diesem Jahr umfassende Bauarbeiten an der Kirche in Preying stattfanden.


Taubenbach

Disposition und Kostenberechnung der Orgelbau-Anstalt Ignaz Weise über 2200 Mk. Die Niederkuratelgenehmigung für den Orgelneubau nach Taubenbach erteilte das Bezirksamt Pfarrkirchen am 19. März 1906 und sandte das Aktenmaterial am selben Tag zur Regierung nach Landshut. Genehmigung des Neubaus durch die Landshuter Regierung am 21. Mai 1906.


Wendelskirchen

Zu diesem laut den Orgelmeldebogen im Jahr 1917 entstandenen Neubau konnte ich keine Akten auffinden, die Datierung scheint aber im Vergleich mit anderen Angaben dieser Zeit zuverlässig zu sein.


Zeilarn

Leider konnte ich zu diesem bislang nur mit "um 1921" datierten Orgelbau keine Unterlagen in der Regierung von Niederbayern ermitteln.


Nächste Woche geht es dann noch ein letztes Mal nach Landshut; wie es dann noch mit den Restarbeiten am Weise-Werkverzeichnis weitergeht, berichte ich im Zusammenhang mit den dann noch vorzustellenden Ergebnissen aus den Akten der Regierung von Niederbayern.


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