Gipsbamdagierte Pfeifen bei Weigle

elias.orgel, Freitag, 06. Juni 2025, 07:57 (vor 458 Tagen) @ MCVL

Nur mal so am Rande, weil es thematisch passt.

Etwas, was in diese Richtung geht, hat Weigle laut Kostenvoranschlägen in den 1880er Jahren mehrmals bei der Überholung/Umarbeitung älterer Orgeln bzw. Übernahme dünnwandiger und schlecht zu intonierender Pfeifen in Kegelladenorgeln praktiziert.
Dort wurde bei offenen Metallpfeifen in etwa der Bereich, wo sich der Schwingungsknoten bildet, der Pfeifenkörper mit Gipsbandagen versehen. Nach Aussagen in Abnahmegutachten muss das verblüffend gut funktioniert haben um auch dünnwandige Pfeifen auf höherem Winddruck problemlos zu einer sicheren Ansprache zu verhelfen.
Selbst habe ich das, nachdem ich es bei Weigle gelesen habe, mit dünnwandigen Pfeifen aus meinem Besitz versucht und auch ich war mehr als überrascht von dem Resultat.
Wurde u.a. in Eglofs und Wangen so praktiziert.

(Das ist jetzt kein Joke oder verspäteter Aprilscherz, bei Bedarf kann ich mal entsprechende Passagen aus Weigle-Kostenvoranschlägen heraussuchen)

aber von Ausdünnung oder Aufspreizung ist hier nichts bekannt...

was genau sollen denn die Gips Bandagen bewirken - eigentlich müsste es ja eine Versteifung sein - oder?

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Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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