Pfeife contra Digital

tiratutti @, Mittwoch, 12. Juni 2013, 20:06 (vor 4824 Tagen) @ IvesDKerne
bearbeitet von tiratutti, Mittwoch, 12. Juni 2013, 20:09

Diskussion im Kirchenvorstand/Presbyterium über Sinn und Zweck von Pfeifenorgel.
Ersatz eines maroden Instrumentes (Pfeifen)

da kann ich nur die Erfahrung aus den vergangenen 3 Digitalorgeln beisteuern:
1. Orgel (Hauptkirche): Gekauft, weil die Kirche renoviert wurde und der damalige Organist zum Pfarrer sagte, dass das "besser als in einer Kathedrale klingen werde" und viel besser sei als die vorhandene Orgel. Wurde dann in eine Filialkirche abgeschoben, die Pfeifenorgel gibt es immer noch.
2. Orgel (Filialkirche): Auf der habe ich meinen ersten bezahlten Gottesdienst gespielt. Die Orgel ist inzwischen entsorgt, sie war elektrisch komplett hinüber. Es steht jetzt ein elektrisches Klafünf da.
3. Orgel (andere Filialkirche): Die erste Orgel aus der Hauptkirche von der Renovation. Wurde nach 10 Jahren entsorgt, da komplett hinüber.
4. Orgel (Kirche wie 3.): Wieder der Versuch, in diesem Raum mit einer Digitalorgel erfolgreich zu sein. Ergebnis: wieder Geld verbrannt. Wieder nach ca. 10 Jahren reif für den Schrott. Knackpunkt für die Gemeinde war, dass der damalige OSV die Kosten einer mechanischen Pfeifenorgel auf 180.000 Mark geschätzt hatte. Die Gemeinde hatte 60.000 DM zusammen und sah die Orgel in unerreichbarer Ferne. Man hat dann von dem Geld Glocken für den Turm gekauft. Inzwischen war jemand vernünftiges da, man hat eine gebrauchte Pfeifenorgel für 50.000€ gekauft. Die hat zwar nur 6 Register statt der 18 vom OSV. Die wird aber die nächsten 50 Jahre spielen!

Grüße von tiratutti


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