Pfeife contra Digital

AndreasM @, Völklingen, Mittwoch, 12. Juni 2013, 17:33 (vor 4825 Tagen) @ IvesDKerne

aus meiner Erfahrung heraus:

klanglich: meist ist man überrascht, wie gut die einzelnen Register bei Digitalorgeln klingeln, in der Summe aber mischen sie sich oft nicht richtig und je mehr man aufregistriert umso mehr dröhnt es statt zu klingen. Vor allem ab 2' aufwärts wir der Klang oft penetrant.

technisch: Digitalorgeln sind nun mal Computer, und jeder der mit Computern zu tun hat, weiß um deren schnelle Überalterung und Lebensdauer. Man wird also nach ein paar Jahren wieder über eine Neuanschaffung nachdenken müssen.

Wartung: Einziger Vorteil ist, dass Digitalorgeln nicht verstimmen. Dafür können andere Probleme auftreten, wie Wackelkontakte, Ausfälle von Tönen oder Registern, defekte Netzteile etc. Evtl. fallen dann auch kostspielige Reparaturen an.

Pries: mit der Orgel allein ist es ja nicht getan, es müssen ja auch entsprechende Verstärker etc. her. Will man da was Gescheites, muss man auch genug Geld in die Hand nehmen.

Am besten einfach mal Digitalorgeln besuchen, die schon ein paar Dienstjahre hinter sich haben. Ich war letztens an einer solchen, an der die Registerzüge aus Plastik schon so abgegriffen waren, dass man kaum mehr was lesen konnte. Ich habe mich gefragt, wie da wohl die Elektronik im Innern aussieht.....

Anschaffen würde ich eine Digitalorgel nur für kleine Kirchen oder Kapellen, wo z.B. nur ab und zu mal ein paar Lieder begleitet werden müssen oder einfach auch ungünstige klimatische Verhältnisse herrschen, oder halt als Übeinstrument für zuhause.

Grüße Andreas


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