Reger op. 46 aus B-Haselhorst, war: Konzerthaus Wien, B. Haas, Hype und Schwarzbrot

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 23:20 (vor 690 Tagen) @ MartinH

Aber um nochmal auf op. 46 zurückzukommen. Schön finde ich z.B., wenn gleich am Anfang in Bezug auf die drei "BACH-Figuren" eine durch Agogik verursachte leichte(!) Steigerung/Intensivierung stattfindet. Das ist mir wichtiger als ein "großer Klang", der aber nur "buchstabiert" wird (ob gewollt/situationsbedingt oder nicht). Man vergleiche nicht nur diesbezüglich mal Preiß mit z.B. Bernhard Schneider auf YT. Ich weiß, recht unfair, da das eine live, das andere eine Produktion mit theoretisch unendlich vielen Stückelungen ist. Schneider wirkt auf mich durch das ganze Stück hindurch eher "buchstabierend". (Abgesehen davon ist da schon sehr viel hohes Mixturengeklingel durchweg dabei, was dann doch nervt, auch wenn ich wahrlich nicht der Ansicht bin, dass alles nur auf Originalinstrumenten gespielt werden müsse.)

Jetzt müsste man Bernhard Schneider in Haselhorst hören - vielleicht macht er deswegen am Anfang kein Stringendo, weil er einfach keines macht....

Dem Eindruck des "Buchstabierens" kann ich mich vorsichtig anschließen, aber ob das der Akustik in Braunschweig geschuldet ist?
Ich höre da eher die Sorge um möglichst fehlerfreies Spiel für die Aufnahme heraus - oder es ist halt wirklich sein Stil.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum