Hype und Schwarzbrot, war: Orgelkonzertprogramme

Contrebasson 32' @, Wien, Sonntag, 20. Oktober 2024, 21:08 (vor 693 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von Contrebasson 32', Sonntag, 20. Oktober 2024, 21:28

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich schon sehr auf ihr Konzert in Wien freue, habe die Karten schon hier liegen, werde also auf jeden Fall einen Sitzplatz finden ;)

Und, wie war es?

Ehrliche Antwort: ich weiß es nicht. Leider hatte ich zwei Tage später eine sehr wichtige Prüfung und daher den Abend zur Vorbereitung gebraucht. Stattdessen war meine - nicht besonders orgelaffine - bessere Hälfte im Konzert. Und war begeistert. Insofern mag Karsten mit seiner These richtig liegen.

Kurz darauf hörte eine gemeinsame Freundin (Köchin aus DE), dass Anna Lapwood ein Konzert in Wien gegeben hatte und war sehr traurig, dass sie nicht dabei war. Sie hätte Anna Lapwood einmal zufällig in einer Kirche beim Einregistrieren gehört. Sie sei mit ihr kurz ins Gespräch gekommen und nachhaltig beeindruckt gewesen. Also ja, sie erreicht ihre Zielgruppe. Eine Zielgruppe, die man bspw. beim nächsten Abokonzert von Martin Haselböck so nicht vorfinden wird. Da wird dann nur Musik des 20. Jahrhunderts gespielt, u.a. Schönberg und Ligeti. Schwarzbrot pur.

PS: Vielleicht hilft es, Anna Lapwood als Pop-Phänomen (bzw. Cross-over) zu betrachten. Da gelten andere Maßstäbe bzw. sind die Prioritäten anders gelegt. Da ist z.B. nicht unwichtig, wie offen und leutselig sie ist. Und spielen (und registrieren) kann sie trotzdem ;)

PPS: Zufällig hörte ich heute Mittag die Filmmusik von Max Richter zur zweiten Staffel von My brilliant friend. Darunter auch sein Stück "Organum". Sehr minimal. Hat mir gefallen. Nicht weit weg von Glass. Nur moderner in der Tonsprache. Durchaus anschlussfähig. Hier in der extended version von 2004: Max Richter "Organum" (yt)


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