Orgelergonomie

Heuler, Samstag, 18. Oktober 2014, 00:35 (vor 4405 Tagen) @ Gast

Schade, wir reden aneinaner vorbei. In Ihrem Ausgangskommentar, stellten Sie nicht etwaige ergonomische sondern stilistische Probleme heraus, Zitat:

ABER: Ich sehe als Musiker vor allem auch die praktischen Konsequenzen.
Auch wenn ich selbst gerne und viel improvisiere - ich kann mir nicht vorstellen, >dass ich auf diesem Instrument mit der "normalen" Einspielzeit von einer halben >Stunde einen wirklich gelungenen Gottesdienst spielen koennte - alleine das spontane >Umregistrieren fuer die verschiedenen Strophen in der Gemeindebegleitung wurde ich >einfach so schnell nicht hinbekommen :-(
Auch fuer ein Orgelkonzert muesste ich dort mindestens die doppelte(!) Einspielzeit >rechnen als fuer eine uebliche "Stilorgel". (Bei einer "Stilkopie" kann ich in der >Regel - natuerlich abhaengig vom Baujahr! - sehr gut nur anhand der Disposition >abschaetzen, was mich erwartet; das geht teilweise schon so weit, dass ich >Manualverteilung und zumindest "grobe" Registeranweisungen eigentlich schon am >Schreibtisch schreiben kann...
Zumindest bei Orgeln ohne Setzeranlage erspart das unglaublich viel Zeit "vor Ort" :-) )

Und genau darauf nahm ich Bezug: Auf die Frage nach einer sinnvollen Registerwahl und nicht der Frage, wie man diese Register zieht, schiebt, drückt oder setzt. Da in dem Ausgangspost auch nur die Disposition und nichts über Spielhilfen und Anordnungen etc. bekannt ist, machen hier weitere Spekulationen auch keinen Sinn.
Ob der Orgelbauer sein Ziel erreicht hat, wenn wir Registrierungen "schon am Schreibtisch" schreiben können, wage ich zu bezweifeln. Für mich persönlich wäre es eher eine abstoßende Vorstellung.


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