Orgelergonomie

Orlos @, Freitag, 17. Oktober 2014, 16:55 (vor 4405 Tagen) @ 3rd_astronaut
bearbeitet von Orlos, Freitag, 17. Oktober 2014, 17:01

Einschaltknöpfe! Ein leidiges Thema.
Bei den meisten Instrumenten der 70er und 80er Jahre gibt es in der Regel noch einen eindeutigen Weg, die Orgel einzuschalten, gewissermaßen die Dreifaltigkeit (Einschalten, Lämpchen, Ausschalten). Aber danach wird es "höllisch" kreativ, alles schon angetroffen: Kleine Kippschalter unter dem 1. Manual, ein Knopf hinter dem Orgelgehäuse, ein Knopf mit einer aufgemalten Sonne (Licht) und einer aufgemalten blasenden Wolke (Wind=Motor), ein Tremulantenzug, der zum Motorschalter umgewidmet wurde, ohne es entsprechend zu beschriften, ein Registerzug "Motor", ein Registerzug "Contact", ein Registerzug mit einem Sternchen (ansonsten keine Beschriftung), Schalter in Schubladen oder Ausklappladen, nur ein Schalter in der Sakristei, Schlüsselschalter hinter dem Organisten an möglichst versteckten Stellen, Taste "Motor" auf den Klaviaturbacken.
Dazu kommen noch etliche Orgeln mit "Vorschaltern", also irgendwo ein versteckter Sicherungskasten oder Stromschalter, den man erst finden und betätigen muss, bevor man an der Orgel den Wind einschalten kann.
Übrigens: Je "historischer" die Orgel (Neubau oder Restaurierung), umso schwieriger ist das Einschalten.

Wer kann noch etwas Originelles anfügen?


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