Walckerinnen im Schwabenland, CD Walcker Reinoldi Dortmund

MartinH, Mittwoch, 06. November 2024, 07:10 (vor 674 Tagen) @ link1907

Ja, er hat Liszts BACH in der Fassung von Guillou gespielt, Widor, und eine Improvisation
auf der Hauptorgel, BWV 540 auf der Chororgel (Bornefeld/Link).

Also, das sind jetzt nicht unbedingt auf die Orgeln abgestimmte Sachen, sondern eben sein Repertoire/Vorlieben. Kann gut sein, dass die da nicht die beste Figur machten. Vielleicht wollten sie z.B. nicht so schnell wie er. Hatte nicht vor einiger Zeit mal ein Stuttgarter Student im "orgelbewegten Stil" dort improvisiert? Das hätte ich wohl interessanter gefunden.

Die Chororgel wird nach Aussage des jetzigen Amtsinhabers so gut wie nie gespielt,
nicht verwunderlich bei der Dispo!

Ach, Du willst mit doch nicht erzählen, dass die für Kammermusik, Zusammenspiel mit Instrumenten nicht geeignet wäre. Und wenn man die Bauzeit und seinen Konstrukteur ernst nähme, würde man auch mal Dementsprechendes darbieten. Die CD mit dem Musikalischen Opfer (z.B. schön silbriges Plenum) beweist das ja auch.

Was hätte es am Klang der Orgel geändert wenn er Bornefeld gespielt hätte, die Anzahl
der Zuhörer hätte sich dann wohl halbiert! Glaubst Du ernsthaft das heute noch jemand
Bornefeld hören möchte?

Falsche Frage. Wer *kann* heute B hören? Mittlerweile keiner. Nicht mal an dem Ort, wo sein Bruder und dessen Schülerin jahrzehntelang wirkten. Kennst Du seine Gedanken zu dieser Orgel (stehen im Organ index)? Da könnte man genug zeigen.

Ich habe schon genug Bornefeld-Orgeln gespielt, kleine und auch die in Schorndorf, und die ist
absolut nicht besser als die kleinen, nur weil sie größer ist.

Die ist natürlich deutlich vielfältiger und das muss man erstmal ausnutzen.

Und was hat die Beibehaltung der Dispo mit Denkmalschutz zu tun?

Das sollte heißen, wenn quasi der Klang unter Denkmalschutz steht, muss man davon eben die Finger lassen. Generalreinigung, Neubau nötiger technischer Komponenten, Nachintonation nur bei Problemen, das war's. Selten genug gibt es sowas bei Orgeln dieser Zeit. In dieser Konsequenz und Umfang ist mir tatsächlich nur Schorndorf bekannt.


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