CD Walcker Reinoldi Dortmund

hama-music @, Montag, 04. November 2024, 22:19 (vor 677 Tagen) @ Große Pfeife

Jeder, der Orgeln dieser süddeutschen Firma aus dem Zeitraum der späten 1950er bis Mitte der 1970er Jahre anschaut und untersucht, wird mit objektivem Blick v.a. im technischen Bereich dieser Instrumente (technische Anlage an sich, Lagerung, Statik, Zugänglichkeit, Trakturen, Windversorgung; leider auch teilweise an den Windladen) nur sehr wenig finden, was unter orgelbaulichen Aspekten als langlebig, generationsüberdauernd oder "nachhaltig" bezeichnet werden kann.
Und leider spielt das auch keine Rolle, ob das in berühmte(ste)n Kirchen/Orgeln oder im achtregisterigen Serienpositiv in XY-Dorf ist.

Ganz oft sind diese Instrumente schon ein- oder gar zweimal umfangreich saniert worden und man hoffte daraufhin, die grundsätzlichen Probleme der Instrumente „wegrenoviert“ zu haben. Wiederum 15 bis 20 Jahre später hat sich dies leider nicht bewahrheitet: Die Substanz blieb im Grunde unverändert, damals vermeintlich gelöste Probleme taten sich wieder auf – oder ähnliche an anderer Stelle.
Vorwürfe deswegen sind weder den Gemeinden, noch den sanierenden Orgelbaufirmen oder den Sachverständigen zu machen, weil schließlich ernsthafte Lösungen gesucht und probiert wurden. Aber nun abermals diese Orgeln renovieren? Und in 20 Jahren schon wieder?
Deshalb denkt man nachhaltiger und langfristiger, macht einen deutlichen Schnitt und baut die Instrumente von Grund auf neu mit langlebigen, seit Jahrhunderten im Orgelbau erprobten Materialien und Methoden.

So auch in Dortmund.


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