Rostock, Sankt Marien

Gast @, Montag, 07. Oktober 2024, 15:10 (vor 706 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Und ich hab es hier schon früher geschrieben: Auch wenn jetzt 5 Mio EUR bereit lägen: Keines der drei vorgelegten (und auch mit Preisen versehenen) Konzepte wäre 1:1 in die Umsetzung gekommen. Deshalb ist es gut, dass der Rostocker Wettbewerb als IDEENwettbewerb ausgelobt war, nicht als REALISIERUNGSwettbewerb, an dessen Abschluss tatsächlich üblicherweise mit dem 1. Preisträger Verhandlungen über den Bau aufgenommen werden müssen.

Was ich ziemlich interessant finde und im Orgelbau doch eher neu ist, ist die Trennung zwischen dem kuenstlerischen Kreativprozess und der Handwerklichen Ausfuehrung.

Waere es ein Architekturwettbewerb, waere der weitere Weg vermutlich folgender:
Ihr wuerdet euch jetzt mit dem Sieger zusammensetzen, so dass der (natuerlich bezahlt!) die Idee so weit ueberarbeiet, so dass nicht nur eure spezifischere Wuensche, sondern auch Sachzwaenge (Bauverordnung, Statik…) beruecksichtigt sind.
Am Ende steht dann ein durchaus detaljierter Plan, der 1:1 umsetzbar waere.
Erst DANN wuerde der eigentliche Bau (Gesammelt oder in Einzelgewerken) zur Ausfuehrung ausgeschrieben.

Ist das undenkbar im Orgelbau?
Beim Bau schreibt man ja auch nicht «Wir haetten gerne 1St. Haus, kommt gerne mit Vorschlaegen auf eure Kosten…. :-))


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