komische Registernamen..

organum1973, Köln, Donnerstag, 24. November 2011, 05:32 (vor 5401 Tagen) @ Florian-L

Es gab damals in der sogenannten "deutschen Kurrentschrift" zwei Formen des Buchstaben "S" : Das "lange" und das "runde" "S". Die Regel lautete, dass das lange "S" am Wortanfang und innerhalb eines Wortes steht und das runde "S" am Wortende oder als Fugen-"S" in Zusammensetzungen. Das runde "S" steht auch dann, wenn nach dem "S" eine mit einem Mitlaut beginnende Nachsilbe wie -lein, -chen, -mus usw. folgt. Oder wenn z.B. bei zusammengesetzten Wörtern eine Silbe mit "S" endet und die nächste mit "S" beginnt, ist das erste rund und das zweite lang.

Insofern scheint mir auf den Bildern eigentlich alles in Ordnung und die Organisten in früheren Zeiten dürften keine Schwierigkeiten beim Lesen gehabt haben.


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