Quinte umbauen - brauche Meinungen

Orlos, Donnerstag, 12. Mai 2011, 13:32 (vor 5595 Tagen) @ MichaelS

Eine flötige Quinte 1 1/3' ("Larigot") kann sehr reizvoll sein; wenn sie sich mit der Hohlflöte mischt, ergibt sich - oktaviert gespielt - 8'+ 2 2/3', was gerade als cantus firmus prima einsetzbar ist. Zugleich kann der Larigot als dezente Klangkrone fungieren, wenn man noch nicht das Scharff ziehen möchte.
Ein durchgebauter 2 2/3' färbt das ganze Teilwerk und rundet den 8'-Grundton ab, sollte dann aber nicht prinzipalisch intoniert sein, damit man ihn auch gut als Solo-Mischung (siehe oben) einsetzen kann.
Ist die Hohlflöte kräftig-hell intoniert (Prinzipalersatz) könnte man mit einer prinzipalischen Quinte 2 2/3' eine Art Vorplenum konstruieren, was gerade zur Gemeindebegleitung gut einzusetzen ist. Meistens wird man dann die Prinzipale 8'+4' des Hauptwerks dazukoppeln.
Eine prinzipalische Quinte 1 1/3' ergibt meines Erachtens keinen Sinn, da im Rückpositiv schon eine hohe Mixtur vorhanden ist.
Noch etwas ganz Verwegenes: In einer Orgel war noch der Stock eines 1 1/3'-Registers frei. In der Praxis hat sich gezeigt, dass man dieses Register überhaupt nicht vermisst. Stattdessen wurde dann ein ganz enger Streicher (ab c°) eingebaut, der zwar leise ist, aber natürlich ganz viele Möglichkeiten bietet. Nur mal als Denkanstoß...


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