Quinte umbauen - brauche Meinungen

Friedrich @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 12:39 (vor 5595 Tagen) @ MichaelS

Hauptwerk (II):
Kupferprästant 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Blockflöte 2´
Sesquialter II 2 2/3´
Mixtur IV 2´

Rückpositiv (I):
Gedeckt 8´
Hohlflöte 4´ (Prospekt)
Principal 2´
*Quinte 1 1/3´, ab kleinG 2 2/3´
Scharf IV 2/3´
...
Und genau da setzt meine Frage an, da ich mir extrem unsicher bin: ist es sinnvoller, die Quinte nun in 1 1/3´ oder 2 2/3´ zu ändern?

Das kommt meiner Meinung nach darauf an, was das für eine Quinte ist und werden soll. Zu Gedeckt und (wahrscheinlich offener) Hohlflöte kann ich mir gut einen Nasat vorstellen; der gibt zudem diesem Werkchen einen etwas ernsteren Charakter gegenüber dem Hauptwerk, und das geplante Zungenregister kann er auch schön anfetten. Dass der Bass als 1 1/3' gebaut wurde, könnte aber auch einen Grund haben -- wäre denn Platz für die tiefen anderthalb Oktaven eines 2 2/3'?

Eine Quinte 1 1/3' hätte meiner Ansicht nach nur als Prinzipalregister Sinn; die typischen Anwendungen für einen Larigot, z. B. über einem Jeu de tierce, kommen ja hier nicht in Frage. Aber braucht das Werkchen eine so ausgeprägte Klangkrone? Ist das Principal 2' eher verschmelzungsfähig oder eher brillant angelegt? Wenn nämlich Principal und Quinte als Klangkrone eines kleinen Plenums hinreichen, könnte man sich was Schönes für den Stock des Scharf überlegen -- eine Soloterz oder, als Hommage an den schwäbischen Stil, ein weites "Hörnle" aus 2' und 1 3/5'.

Aber da schrecke ich auch schon zurück, denn Mixturen rauswerfen bedeutet einen empfindlichen Eingriff in das Konzept eines Instruments -- und Rensch war ja nicht irgendwer. Nein, ich glaube, die Position von Quinte/Schreipfeife ist in dieser Disposition ein Spielfeld, fast alles ist da möglich. Farbig sollte es sein. Terzsept. Nonenquart 8/9' + 8/11'. Was Du willst.

Gruß,
Friedrich


gesamter Thread:

 

powered by my little forum