Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 12. Mai 2011, 08:43 (vor 5596 Tagen)

Liebe Forums-Kollegen,

unsere nette kleine Rensch-Orgel aus dem Jahre 1964 muss und soll in nächster Zeit (ca. 2 Jahre) ausgereinigt und überholt werden.
Die aktuelle Disposition lautet:

Hauptwerk (II):
Kupferprästant 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Blockflöte 2´
Sesquialter II 2 2/3´
Mixtur IV 2´

Rückpositiv (I):
Gedeckt 8´
Hohlflöte 4´ (Prospekt)
Principal 2´
*Quinte 1 1/3´, ab kleinG 2 2/3´
Scharf IV 2/3´

Pedal:
Subbaß 16´
*Octavbaß 8´
Gedecktbaß 8´
Choralbaß 4´+2´
Trompete 8´

Normalkoppeln, rein mechanische Spiel- und Registertraktur, Stimmung nach Kirnberger 2 modifiziert

Die mit * gekennzeichneten Register sind seit 1984 in der Orgel, weichen mussten ein Basszink und eine Art Schreipfeife laut Akten.

Im Rahmen der Ausreinigung sollen nun verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden, die über reine Überholung hinausgehen:
- austausch sämtlicher Kunstoffteile (Winkel etc.) durch Holzteile
- ersetzen der Teleskophülsen durch Filzdichtringe, Absenken der Pfeifenstöcke
- Einbau von Midi-Kontakten für die Manuale und Pedal (Anschluss von Synthesizer o. ä.)
- Einbau einer kurzbechrigen Zunge im RP (Vox humana, Platz vorhanden, Lade kann geändert bzw. erweitert werden)
- umändern der (sowieso nicht originalen) Quinte im Rückpositiv in ein durchgehendes Register.
-> erstes Angebot eines Orgelbauers liegt vor.

Und genau da setzt meine Frage an, da ich mir extrem unsicher bin: ist es sinnvoller, die Quinte nun in 1 1/3´ oder 2 2/3´ zu ändern?

Wer kennt außerdem ein kompaktes (und kostengünstiges) System um aus Manualen und Pedalen ein Midi-Signal zu erhalten - wenn ich mir die ganzen Midi-Fähigen Keyboards im Budget-Bereich ansehe, kann das doch nicht die Welt sein?


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