Erweiterung oder status quo?

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Samstag, 10. November 2012, 17:47 (vor 5105 Tagen) @ FranzS.

Franz, Du schreibst mir aus der Seele! Letztendlich liegt das Problem eben häufig nicht bei den Instrumenten, sondern bei denen, die sie bespielen sollen/müssen. Viele können oder wollen nicht angemessen mit dem umgehen, was auf der Empore steht. Irgendwie soll alles gehen, französisch-romantisch, deutsch-barock, jetzt auch vermehrt engl.-romantisch vielleicht auch noch etwas italienisch, oder spanisch. Dann heißt es manchmal: Was nicht passt wird passend gemacht. Nur leider passt es dann oft eben nicht. Wohl der Orgel, die einen Organisten hat, der aus ihr das rausholt, was möglich ist, vielleicht auch auf unkonvetionellen Wegen.

Die oft zu hörende, verteidigende Argumentation, die Alten (Schnitger & Co.) hätten auch fleißig um- und angebaut lässt sich mit der heutigen Situation nur bedingt vergleichen. Unser Horizont ist ungleich weiter gesteckt, als der damalige. Wir haben alle möglichen Orgellandschaften vor Augen, alle über die Zeitläufte hinweggegangenen musikalischen Stilrichtungen klingen uns in den Ohren. Und Schnitger? Der hat im Regelfall Um- an- oder neugebaut, wenn die alte Orgel nicht zu retten war. Gleichzeitig besaß der den Respekt vor der Materie, hat er doch sehr häufig altes Pfeifenmaterial auch in größeren Mengen wiederverwendet.

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Gruß vom Niederrhein


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