Erweiterung oder status quo?

Friedrich @, Freitag, 09. November 2012, 20:57 (vor 5107 Tagen) @ naflegro
bearbeitet von Friedrich, Freitag, 09. November 2012, 21:56

… Die einen sind begeistert, und die anderen meinen, die Orgel habe nun schon Denkmalcharakter und solle auch auf Grund der guten Qualität des Instrumentes nicht verändert werden.
Gibt es Meinungen hierzu, Argumente für und wider, Erfahrungen?

Erfahrungen: Massenweise. Vermeintliche Verbesserungen von guten Instrumenten gehen sehr, sehr oft schief oder lassen Wünsche übrig, die weitere Verschlimmbesserungen herausfordern. Ein gutes Instrument zeichnet sich ja dadurch aus, dass es in sich sinnvoll gestaltet ist und ein geschlossenes Ganzes bildet. Fast immer wird unterschätzt, wie komplex die musikalisch-technischen Zusammenhänge hinter einem so geschlossenen Gesamteindruck sind. Da etwas hinzuzufügen, ist schwierig, denn eine gute Orgel braucht keine Ergänzung. Kann sein, dass bestimmte Literatur dann nur kompromissweise, radikal umgestaltet oder gar nicht gespielt werden kann. Das hängt aber vom Spieler ab und nicht von der Orgel.

Ohne die verrätselte Situation zu kennen (Zeit, Stil und die Kombination mechanisch-elektropneumatisch passt auf etliche bedeutende Orgelbauer: Schuke, Eule, Beckerath, Rieger …) – auf Verdacht sage ich: Finger weg von einer guten Orgel. Reinigen, Technik überholen, nichts sonst.

Gruß,
Friedrich


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