Bau-Blog zu Bad Segeberg (Winterhalter)

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 09. April 2024, 22:10 (vor 881 Tagen) @ Johannes Maria

Ehrliche, ernst gemeinte Frage: Was spielt man oder wie spielt man auf einer solchen Otgel im Pedal, wenn das so wenig eigenes hat? Da würde mein liturgisches Orgelspiel schon scheitern - wie an kleinen Orgeln, die nur Subbass+Pedalkoppel haben. Abgesehen von Orgelliteratur, die dem Pedal eigenständig Aufgaben zuweist (Herr Bach hat da so einiges geschrieben).
Und fürs echte Französieren fehlen mal wieder die Voix humaines - die im HW und die SW (man hat sich ja mit Cornets und Cromorne bzw. Hautbois beide Stile offen gehalten.

Entschuldigung für meine negativen Vibes, aber das ist doch wieder ein Stilmischmasch, der überall Lücken lässt. Ich versteh's einfach nicht. Vielleicht kann es mir jemand erklären.

Es lohnt sich, über diese Kritik nachzudenken. Vorweg schon mal das, was gewünscht war:

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Segeberg plant den Bau einer neuen Orgel für die Marienkirche, einer dreischiffigen Backsteinbasilika im romanischen Stil.

Es wird für den Turmraum auch eine zu gestaltende Rückansicht der Orgel geben. Geplant ist ein dreimanualiges Werk mit 43 Registern, mechanischer Spieltraktur und elektrischem Regierwerk.

Der Prospekt soll sich in nicht historisierender Weise den Proportionen und dem Stil des Raumes unterordnen. Eine leichte, aufstrebende Gestaltung z.B. in Form eines Freipfeifenprospektes wird favorisiert.

Die neue Orgel soll aus wertbeständigen Materialien hergestellt werden. Erwartet wird eine leichtgängige Spielmechanik mit gut spürbarem Druckpunkt. Das Klangkonzept ergibt sich aus der Disposition und der guten Orgelakustik der Marienkirche, eine klassische spätbarocke Anlage mit gutem Klangfundament und stilistischen Erweiterungen in Richtung „deutsche Romantik“ mit leicht französischen Anklängen im Schwellwerk.


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