Frauenkirche Dresden: Samuel Kummer gekündigt

Residual, Freitag, 02. Dezember 2022, 16:49 (vor 1427 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Residual, Freitag, 02. Dezember 2022, 18:10


Mindestens für die Nordkirche kann ich sagen, dass der finanzielle Ost-Nachteil sehr gering ist und mitunter durch niedrigere Lebenshaltungskosten (Mieten) kompensiert wird.

Das mag innerhalb einer Landeskirche mit West- und Ostanteilen hinkommen.
Die im Osten ausbezahlten etwa 84% eines West-Gehaltes mögen kurz nach der Wende durch geringere Lebenshaltungskosten ausgeglichen worden sein.
(In Bad Doberan zahlte man 1995 allerdings bereits Mieten vergleichbar mit Düsseldorf, wenn überhaupt eine dauervermietete Wohnung erhältlich war, da man nahe zur Ostsee lieber einträglicher an Feriengäste vermietete.)

Der Wechsel von Württemberg nach Dresden war zusätzlich mit Herabstufung durch landeskirchlich unterschiedliche Besoldungsgruppen für Kirchenmusiker verbunden.
Das war nicht nur ein West-Ost-Problem:
Beim Wechsel vom Rheinland ins damals noch rein westliche Nordelbien wurde so getan, als sei man von Anfang an beim neuen Arbeitgeber beschäftigt gewesen und wurde aus angeblichen Gründen der Gleichbehandlung entsprechend herab gestuft, nachdem festgestellt wurde, dass die vorherige Landeskirche besser gezahlt hatte.

Geht es heute nicht noch nachteiliger zu, wo Berufsjahre beim Wechsel der Landeskirche überhaupt nicht mehr anerkannt werden und man am neuen Ort wieder wie ein Berufsanfänger starten muss?


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