Orgeleinweihung Basilika St. Kastor, Koblenz, Teil 4, Nachlese

kjz1, Freitag, 14. November 2014, 21:33 (vor 4377 Tagen) @ kjz1

Hallo!

2 Artikel gibt es noch (leider wieder aus dem Werbeblatt):

http://www.blick-aktuell.de/Koblenz/Gott-zu-loben-bleibe-meine-Seelenfreud-108301.html

http://blick-aktuell.de/Koblenz/21-Benefizkonzert-in-der-Basilika-St-Kastor-108251.html

Mittlerweile gibt es auch schon erste Reaktionen aus der Gemeinde. Wie ich vermutet hatte: 'Die Orgel ist zu laut'. Das Problem scheint aber auch zu sein, dass die Orgel teilweise in die Mikrofonanlage 'zurückschlägt' und dann noch zusätzlich verstärkt wird. Und natürlich die jahrelange Gewöhnung an das (aber auch nicht ganz schwache) 'Chorörgelchen'.

Mittlerweile hatte ich auch Gelegenheit, die Orgel bei einer Vorführung in kleinem Kreis hören zu können. Unter anderen akustischen Voraussetzungen: fast keine Besucher in der Kirche, in einigem Abstand von der Vierung aus.

Da hatte ich schon den Eindruck, dass die Prinzipale + Mixturen alleine zur Begleitung des Gemeindegesanges voll ausreichen. Aber die Orgel hat ja noch mehr Register.

Einen 'Aha-Effekt' gab es dann, als unser Organist zum Abschluß den a-moll Choral von C. Franck spielte. Da hatte ich sehr schnell den Eindruck, ja, genau für solche Musik ist diese Orgel gebaut worden. Und tatsächlich hat man sich bei den Mensuren an A. Cavaillé-Coll orientiert. der Intinateur stammt ja auch aus einer franz. Familie mit 'Intonateurstradition'. Sehr schön und charakteristisch war hier auch die Oboe zu hören.

In den letzten Takten gab es dann noch ein 'akustisches Schmankerl'. Normalerweise würde man vermuten, dass hier das (vermeintliche) Tutti der Orgel erreicht wurde. Und das ist sehr kräftig. Wenn denn da nicht noch die Möglichkeit bestünde, salopp gesagt, den 'Nachbrenner' einzuschalten. Also zusätzlich die Hochdruckzungen 16' und 8'. Und diese heben dann das Tutti der Orgel nochmals in ein ganz anderes Lautstärkeniveau. Wie sagte der Intonateur doch so schön: 'Das gibt Schub.'

Anschließend habe ich noch einige Photos gefertigt.

Die Turmtreppe zur Orgel, man sollte nicht allzu dick oder groß sein:

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das Solowerk:

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das Schwellwerk:

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die Traktur mit den Magneten für die elektr. Koppeln:
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Und wir hatten ja gerade das Thema: Pfeifenverstärkungen. Hier sind die Becher der Zungenpfeifen auch verstärkt:

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Unter den Registertableaus befindet sich rechts eine Schublade für den Setzer, links für die Schaltung des Liedanzeigers. Und der ominöse Aufsatz links auf dem Registertableau hat ganz profane Funktionen, u.a. ein Glockenschlag (der Turmglocke), den Brandmelder und den Türöffner für den Aufgang zur Orgel.

Auf jeden Fall ist unser Organist sehr glücklich mit der Orgel und meint: 'die beste Orgel im Bistum'.

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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