Koblenz, ehem. E.-Seifert-Orgel (1930) in St. Joseph

kjz1, Mittwoch, 05. November 2014, 11:16 (vor 4387 Tagen) @ tombecher
bearbeitet von kjz1, Mittwoch, 05. November 2014, 14:55

Trotzdem - wie auch Mutschke in der Festschrift schreibt: Die ursprüngliche Schönheit und Pracht der Orgel war durchaus noch erahnbar...

Das kann ich nur bestätigen. Selbst der Torso hatte noch einen unglaublichen Reiz. Diese Orgel hat mir damals die Ohren geöffnet, dass es jenseits von 'schrill, scharff und quäkend' auch noch andere Orgelklänge gibt. Ein sehr satter Grundton, gekrönt von silbrig glitzernden Aliquoten.

Im übrigen hatte die Orgel einen Freipfeifenprospekt, also quasi einen 'Lattenzaun aus Pfeifen', der die Empore vom (sehr großen und hohen) Turmraum trennte. Im Turmraum dahinter stand dann die Orgel.

Man kann froh sein, dass dann Seifert den Auftrag zum Umbau bekam. Damals war nämlich noch neo-barock en vogue und der OSV hatte eine Orgel mit ca. 40 Registern als ausreichend erachtet. Sicher wäre auch die alte Seifert-Orgel noch irgendwie 'renovabel' gewesen, aber der Gemeinde fehlte es schlicht und einfach an den dafür nötigen Mitteln. Der damalige Seniorchef von Seifert hatte als Lehrjunge bei dem Aufbau der alten Orgel mitgeholfen. Und so wurde wenigstens etwas von dem alten Klang in die neue Orgel hinübergerettet.

Zur Info noch die Disposition und Bilder von der umgebauten Orgel, inklusive des offenen 32' aus der alten Orgel.


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