Pfeifen in Malmö - Wiesbaden, St. Boni

elias.orgel, Mittwoch, 17. September 2025, 17:43 (vor 353 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von elias.orgel, Donnerstag, 18. September 2025, 11:35

In Malmö wurden ja auch Kompromisse gemacht, allerdings meines Wissens für entferntere Teiltöne - da wurde eine Reihe auch für einen weiteren Aliquot genutzt (Hier unter 4.1). Die Cent-Abweichungen dürften allerdings im schwer nachvollziehbaren Bereich liegen.

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Zunächst einmal muss man sich darüber klar sein, dass das Konzept in Malmö

aus 4 "verstimmten" Reihen die Teiltöne 3,5,6,7,9,10,11,12,13,14,15,17 und 18 zu erhalten

Rein theoretisch ist

Teilton 19 (kl Terz) wird aus der "unverstimmten" Reihe genommen
Genauso wie die Teiltöne 1,2,4,8,16

Zwar stimmt es, dass geringe Abweichungen in der Tonhöhe von nacheinander gespielten Tönen, von den meisten Menschen (egal ob Musiker oder nicht) kaum wahrgenommen werden können
ABER
die Schwebungen bei gleichzeitig erklingenden Tönen sind quasi nicht zu überhören...

Wie gut oder eben nicht gut (Hammond Orgel Terz) diese Aliquoten dann an der realen Orgel und im Raum funktionieren hängt sicherlich von vielen Faktoren ab...

Eine Verstimmung um 1ct macht bei 512 Hz gerade mal eine Schwebung alle 4 Sekunden
Bei 8.000 Hz sind es 5 Schwebungen pro Sekunde
Und da sind die verschiedenen Teiltöne nicht berücksichtigt (gilt nur für ideale Sinus Töne)

Deshalb kann eine Schwebung (Vox Coelestis) nicht einfach um einen festen Cent Betrag gegenüber dem Rest der Orgel "verstimmt" werden...

Wohingegen der Unterschied zwischen einer reinen Terz und einer gleichstufigen tatsächlich über die gesamte Frequenzbreite gleichbleibend ist (ca 14 ct)

und das ist dann auch der Grund, warum diese vier "verstimmten" Tonreihen (theoretisch) funktionieren sollten ... ;-)

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Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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