Disposition (Übersicht) Wiesbaden, St. Bonifatius

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 17. September 2025, 00:34 (vor 355 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von Karl-Bernhardin Kropf, Mittwoch, 17. September 2025, 00:38

Wie die Wirkung ist kann ich nur vermuten, habe noch nie sowas live ausprobiert. Aber wenn es gut verschmelzend intoniert ist, entsteht vielleicht so ein leicht blubbernder oder knatternder zungenähnlicher Klang in der entsprechenden Grundtonlage?

So wie bei einem "Basszink" o.Ä. aus 5 1/3' + 3 1/5' + 2 2/7', (= 16' Teiltöne) der bei guter Intonation ähnlich einem Fagott 16' klingen kann...


Man macht sich heute ja gerne über Bornefeld lustig, aber diese "Ersatz-Zungen" im Pedal können (können!) tatsächlich gut funktionieren! Man hat mit ihnen keine Stimmprobleme, sie sprechen immer schnell an. Allerdings bestehen sie aus mehr Aliquoten als nur einer None.

Ich hab noch nicht nachgezählt, um ein mögliches versehentliches Fehlen der Septime 8 1/7 auszuschließen - mir würde rein von der Konsequenz her diese Septime fehlen, wenn es Quinte und None gibt. Aber noch mal 12 große Pfeifen dazu (ist ja sicher eine Reihe) mag räumlich zu viel sein.

Gut finde ich, dass die drei Hauptmanuale terzhaltig sind, zwei auch einzeln registrierbar, und entsprechend einzelne Quinten und eine Septime dabei. Aliquoten sind ja manchmal schon selten geworden, hier nicht. Ein enormes Potential für Impro, aber auch für Französisches post ACC, also Messiaen, Alain usw., und alles, was schon eher nach Victor Gonzalez als ACC verlangt. *
Dem Harmoniumwerk zolle ich großen Respekt, viel Aufwand für etwas, von dem ich zugegebenermaßen keine Ahnung habe, aber der Hausherr und einige der späteren Gäste werden das zu nutzen wissen.

Wenn es dort noch gute Chorarbeit gibt, wenn die Orgel in Betrieb geht, ist es ein weiterer Standort für anglikanische Chormusik. Das meiste kann die CO abdecken, tiefen Bass oder Spezialitäten kann man von der HO einfliegen. Auch kannn man an solchen Orten darüber nachdenken, Oratorien mal nur mit Orgel statt Orchester aufzuführen.

Um zu verstehen oder zumindest zu vermuten, wie die Extensionen und Transmissionen angelegt sind/sein könnten, braucht man mehr Nachdenkzeit. Was im Forum ja immer beliebter ist, als den Haus-Organisten zu fragen ;-)

Na, dann legen wir mal eine weitere Strichliste an für die Tage bis zur Einweihung eines Orgelprojekts.

*) Edit: Und mal wieder zwei Mixturen in einem Manual - lange nicht gesehen!


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