Anna Lapwood in Köln

SpanischeTrompete @, Samstag, 19. Juli 2025, 22:53 (vor 413 Tagen) @ Karsten

Es hat hier im Forum 'mal einer nach meiner Transkription gefragt. Ich habe sie ihm geschickt und nie wieder von ihm gehört...
Auf meine Homepage möchte ich sie nicht zum Download stellen. Urheberrecht. Ich frage mich sowieso, wie Anna Lapwood das mit dem Urheberrecht handhabt.


Hallo!

Vermutlich wird sie ganz offiziell um die Erlaubnis einer Transkription gefragt und ggf. auch dafür bezahlt haben. Die Rechteinhaber wären bescheuert, wenn sie ihr nicht die entsprechenden Rechte einräumen würden, denn letztlich landet alles wieder im eigenen Tantiemenbeutel, angemeldet werden müssen die Werke ja.
Und was die sozialen Medien angeht: die Algorithmen erkennen ja oft die Musik, bzw. die Stücke werden von den Usern sogar verlinkt. Auch da zahlt sich jeder Click und jeder Verlinkung letztlich aus. Anna Lapwood wird schon wissen, warum sie ihre Fans ermutigt, Konzertschnipsel zu filmen und zu verlinken :D

Das ist ein vielschichtiges Thema. Es kommt, so zumindest mein Wissensstand (Ich bin kein Anwalt), darauf an, ob man nur transkribiert oder auch arrangiert.

Eine reine Transkription erfüllt die Definition eines Covers, also die Aufführung eines Musikstücks in anderer Besetzung. Dafür braucht es auch keine Genehmigung des Rechteinhabers, Ausführungen zu Tantiemen würden jetzt zu weit führen. (Zur Verbreitung von Noten kann ich nichts sagen, da ich mich damit nicht beschäftigt habe, meine Noten veröffentliche ich ja nicht.)

Anders sieht es aus, wenn das Stück bearbeitet wird, also mit neuem Text versehen wird, oder signifikant im Charakter verändert, oder neu zusammengestellt wird. Dabei gibt es noch eine gewisse Grauzone, beispielsweise wenn ein Stück eingekürzt wird oder aufgrund der begrenzten Möglichkeiten des Zielinstrumentes vereinfacht wird.

Ich habe gerade mal geschaut, mein erstes Filmmusikkonzert ist jetzt über 10 Jahre her, wie doch die Zeit vergeht. Vor zwei Tagen im Dom zu Wurzen hatte ich volles Haus - zwar keine kölschen Zustände mit langer Schlange vor dem Dom, aber trotzdem war eine halbe Stunde vor Beginn das Gestühl fast komplett belegt, sodass die Kantorin mit weiteren Helfern im Ostchor Stuhlreihen aufstellte.


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