Anna Lapwood in Köln

Friedrich @, Mittwoch, 16. Juli 2025, 11:32 (vor 418 Tagen) @ gk

Gracias, Señor!

Ich finde das ja auch okay, was sie macht. Sie macht vielen Leuten zugänglich, was für viele von uns schon lange stimmt: dass Orgeln, wie fast alle Musikinstrumente, Emotionen wecken und anfachen. Ihr Sony-Album liefert da einige sehr eindrückliche Beispiele. Und es ist ja einfach entwaffnend, wie emotional sie das eigene Musizieren erlebt.

Hoffen wir, dass sie irgendwann ihr Publikum auch mitnimmt auf eine Achterbahnfahrt durch BWV 532. Dass mal 4000 Leute im Kölner Dom in "Schmücke dich, o liebe Seele" schwelgen dürfen und dabei vielleicht eine Träne verdrücken.

Mich erinnert das an eine Geschichte, die mir mal einer von einer Orgelstunde bei Kynaston erzählte. Da spielte der Student Brahms' "O Traurigkeit". Hinterher Schweigen. Dann Kynaston: "Good piece."

Ja! Und davon gibt's viele!


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