Ruben Sturm - München Mariendom

VoxCoelestis, Mittwoch, 12. März 2025, 00:01 (vor 547 Tagen) @ untersatz32

Das Grandiose ist ja auch, dass Bachs Musik unterschiedliche „Interpretationsschulen“ zulässt, ohne dass die Musik dadurch zwangsweise leidet. Als jüngstes Beispiel denke ich auch an Latrys CD-Aufnahme aus NDP mit Bach im symphonisch-romantischen Gewand.
Ich bin aufgewachsen mit Lehrern aus der Schule von Rilling & Co. - eine heute für mich seltsame Mischform aus akademischer Vermittlung der Musik mit ihrer Durchhörbarkeit, aber aufführungspraktisch nicht konsequent weiterverfolgt, sondern in einer gewissen Tradition fortgeführt. Auch dies hatte für seine Zeit seine Berechtigung, wenn es auch von heute aus gesehen eher wie eine Episode erscheint.
Bach in deutsch- oder auch französisch-romantischer Tradition auf dafür geeigneten Instrumenten kann doch aber auch heute durchaus noch andere interessante und ungehörte/ungewohnte Perspektiven eröffnen. Und die eine muss die andere nicht ausschließen.


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