Weise im Saarland

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Montag, 24. Februar 2025, 09:28 (vor 561 Tagen) @ MCVL

Die auffällige Häufung von Weise an der Mosel und im Saarland soll angeblich auf die Verbindung zu Hermann Schroeder, einem erklärten Weise-Fan zurückgehen. Die saarländischen Weise-Orgeln der Nachkriegszeit gehen nach einer Info, die ich mündlich bekommen hatte, alle auf Schroeder-Schüler auf den jeweiligen Stellen zurück.
(N.B. Unser Forenmitglied Martin (Solcena) hat vor kurzem eine hörenswerte Einspielung verschiedener Werke Schroeders auf Youtube veröffentlicht.)


Im Saarland gibt's folgende Weise:

- Saarbrücken, St. Josef (1955, III/31): Zungenloses Positiv, aber die Orgel profitiert sehr von der extremen Akustik. Vor dem Krieg gab's dort übrigens eine stattliche Weigle mit HD-Stimmen.

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- Saarbrücken St. Albert (1956, III/30): Pedal ohne offenen 16'

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- Saarbrücken, St. Eligius (1961, III/34) - wird derzeit umgebaut:

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- St. Wendel, St. Anna (1955, III/37): Eine optisch wie klanglich wirklich sehr schöne Weise-Orgel. Den Prospekt mit den großen 16'-Kübeln, den sich fortsetzenden Linien und dem Oberwerk, dessen Form sich im Gitterwerk wiederspiegelt, finde ich einfach genial! Die Werkaufteilung ist etwas ungewöhnlich: In der Mitte Schwellwerk (III), darüber offen aufgestellt das Oberwerk (II), das Hauptwerk (I) steht auf Sturz hinter dem ganz rechten Pfeifenfeld, Pedal auf Sturz hinter dem linken Pfeifenfeld.
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-Werbeln, St. Antonius (1962 erbaut für Saarbrücken St. Helena, 2009 umgesetzt nach Werbeln mit neuem Freipfeifenprospekt, II/16)

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Unten ein Foto am originalen Standort in St. Helena Saarbrücken:
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- Niederlosheim St. Hubertus (1956, III/24): Die doch etwas spezielle Spar-Disposition dieser Orgel wurde sogar nachweislich von Hermann Schroeder geplant. Aufgestellt ist das Instrument an der Stirnwand des Querhauses, bzw. das Positiv hängt als "Schwalbennest" an der Seitenwand und war ursrünglich auf der Westempore aufgestellt.

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- Bierfeld, St. Wendalinus (1964, II/14): Nicht gerade eine Schönheit steht die jüngste saarländische Weise ebenerdig vorne links in einer tiefen Nische. Bei meinem letzten Besuch vor über 10 Jahren sah das Kirchengebäude bereits nicht mehr wirklich sehr "lebendig" aus, wird aber m.W. auch derzeit noch bis heute bespielt. Fragt sich natürlich wie lange noch...

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