Eisenberg der moderne Bach?

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Dienstag, 25. Juni 2013, 07:36 (vor 4811 Tagen) @ perotin


Das Problem war offenbar seine nicht (mehr) vorhandene Bereitschaft, regelmäßig mit den Musikgruppen der Gemeinde - incl. Nachwuchs - zu arbeiten. Durch Umzug an einen weit entfernten Ort (ca. 225 km!) hat er sein Desinteresse zusätzlich bekundet. Die Auflösung des Dienstverhältnisses war hier wohl nur folgerichtig und nicht mehr zu vermeiden.

Grüße,
perotin


Eben, genau.

Ich denke, dass eine Gemeinde, die es sich heutzutage überhaupt noch leistet, einen hauptamtlichen Kirchenmusiker anzustellen und zu finanzieren, von diesem durchaus erwarten darf, auch gefälligst seine musikalische Breiten-Arbeit zu machen.
Und zwar motiviert und engagiert.

Wie hoch- oder "niederschwellig" dieses Angebot ausfallen mag, liegt mitunter auch an der Ausführung und am Engagement des Stelleninhabers/der Stelleninhaberin...

Z.B. Otto und ich - und landauf landab viele brave Cantores - sind uns ja auch nicht zuuu schade, neben dem - zugegeben angenehmen - Dirigat von Mozarts Requiem oder Bachs Weihnachtsoratorium - die Kirchen-Kids zu leiten oder mit den Senioren Volkslieder beim Alten-Nachmittag zu singen. Und solches kann und muss durchaus auch Qualität und Niveau haben.

Andernfalls muss man sich halt von einer (Orgel-)Konzertagentur (oder dem Träger eines Symphonieorchesters/eines Konzertsaals als Kustos einer grossen Saalorgel) - und nicht von einer Kirchengemeinde - anstellen lassen; alles andere ist meines Erachtens (pseudo)elitäres Getue.

Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich


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