? Einführung differenzierter Winddrücke in Deutschland

MCVL @, Freitag, 10. November 2023, 11:04 (vor 1041 Tagen) @ Cremona

Die Angelegenheit geht jetzt geographisch in eine völlig andere Ecke, als ich vermutet hätte.


Auch das scheint mir eine Fehlinterpretation: Auch in Süddeutschland gab es im 18. Jahrhundert Großorgeln mit zwei getrennten Windanlagen. Beispiel: "Gablers Erstentwurf zur Zwiefaltener Orgel hatte vier Bälge mit einer Länge von 12' und einer Breite von 6' vorgesehen, die zum Treten eingerichtet werden sollten. ... Einig sind sich Silbermann und Blessing, daß zwei Bälge den Wind für das Hauptwerk und einen Teil des Pedals lieferten, die zwei anderen waren für das Positiv und die übrigen Pedalregister zuständig." (Johannes Mayr, Joseph Gabler Orgelmacher, Ochsenhausen 2000, S. 179) Das läßt vermuten, dass Gabler auch in Ochsenhausen und Weingarten ähnlich vorgegangen ist.

Das mit Zwiefalten ist mir bekannt, aber es geht nirgendwo etwas darüber hervor, daß die Winddrücke differierten. Um diese Idee geht es mir hauptsächlich.


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