Neue Orgel mit 36 Registern - ohne Pedalkoppeln

3rd_astronaut, Montag, 10. November 2014, 11:16 (vor 4381 Tagen) @ ArnezN

Mein Kollege hat gestern Abend im Konzert auf unserer Furtwänglerorgel mit dem beeindruckenden Pedalumfang von zwei Oktaven (C-c') den kompletten dritten Teil der Clavierübung gespielt. Natürlich musste er da was umlegen und Kompromisse eingehen, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dem Konzerterlebnis standen die beiden fehlenden Pedaltöne jedenfalls nicht im Weg!


Keine Frage, dass das funktioniert.

Ich denke übrigens, dass die besprochene Orgel durchaus Spaß macht und klanglich viele Möglichkeiten bietet (der Papierform nach), das steht für mich hier gar nicht in Zweifel (aber nach Papierform sollte man ja eh nicht die klanglichen Möglichkeiten abschätzen ;-) ). Es geht mir darum, dass ich von einer neuen Orgel einfach die gängigen Standards erwarte, was Manual-/Pedalumfänge, Tastenmensuren/-haptik u.ä. angeht. Es ist gerade in kath. Kirchen eine typische Situation, dass man 10min vor Beginn als Vertretung eintrifft und dann beispielsweise eine Hochzeit "beorgeln" soll. Die Pfarrsekretärin kann noch sagen, dass die Orgel neu ist, und man sie dienstags und donnerstags von 10-12 ausprobieren könnte (wenn man einen Tag Urlaub spendiert).
In dem Augenblick fehlt mir dann einfach das Verständnis, wenn bei einem Stück der höchste Ton fehlt, nur weil Arp Schnitger das vor 300 Jahren ebenso gehalten hat.


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