Artikulation in Bachs Triosonate e-moll

Axel, Mittwoch, 05. März 2014, 07:18 (vor 4620 Tagen) @ Evacuant

Ja, das ist die Frage: Was soll uns die inkonsequente Bogensetzung sagen? Thema jedes Mal anders? Wenn ich dafür eine Erklärung hätte, wäre das sehr schön.

Was das Tempo angeht: Mindestens bei C-Dur bin ich mir sehr sicher, dass ich schneller spiele als bei e-moll. Dafür spricht schon die Synkopierung im Thema, die deutlich sein muss. Gut möglich, dass man Leute findet, die das anders machen.

Nein, ich begründe nichts, was Herr Bach geschrieben hat. Das wäre vermessen. Will ich auch gar nicht. Ich versuche nur, hier aufzuzeigen, dass die Situation relativ komplex ist und sich nicht ganz so rustikal lösen lässt, indem man ein Legato als Grundanschlag unterstellt. Uns ich halte es auch für problematisch, aus vereinzelten Bögen bei Bach sich einen Freibrief für willkürliche Artikulationen zusammenzusuchen. Das endet schnell in einem Stil der 60er, nachzulesen z.B. bei Keller. Machen kann man natürlich alles. Allerdings dürfte es nicht "state of art" sein.

Schöne Grüße
Axel


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