Artikulation von Bachs dorischer Toccata

Evacuant, Dienstag, 04. März 2014, 10:55 (vor 4618 Tagen) @ Axel

Ich hoffe, das machen fast alle. Um etwas anderes als ein ordentliches Fortgehen zu spielen, bräuchte ich eine gute Begründung.
Mit den Bindungen, die in 528 sehr unregelmäßig gesetzt sind, ist es doch wie mit allen solchen Angaben: Stellen sie den Regelfall dar, oder eben gerade eine Ausnahme? Wie weit ist das zu verallgemeinern?

Die "unregelmäßige" Setzung der Bindungen (dazu kommt, dass Bach beim selben Stück in BWV 76 viele Bögen nochmals anders setzt) liefert uns zwei wesentliche Informationen:
1. Bach verzichtet auf eine durchgängige Bezeichnung und vertraut darauf, dass der Organist sinngemäß auch dort mal einen Bogen macht, wo keiner dasteht.
2. Für Bach ist ein einmal gesetzter Bogen kein Dogma, man kanns halt auch anders machen.

Artikulation nach irgendeinem Schema F kann also nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Ist das nicht Begründung genug, um etwas anderes als ein ordentliches Forgehen zu spielen?


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