Pneumatisch- Artikulation von Bachs dorischer Toccata

Florgel @, Montag, 03. März 2014, 17:28 (vor 4621 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ein weiteres Dilemma ist die unterschiedliche Sensibilität der Traktur.
Auf einer kleinen Übungsorgel wird man Mängel viel deutlicher hören,
als in der Kirche.
(Bei pneumatischen Orgeln ist das abgesetzte Spiel schon sehr schwierig)

Stichwort pneumatisch:

Hier spielt Fritz Heitmann auf der Berliner Domorgel (gibt/gab es als CD)

Ich war schon überrascht, so eine "fetzige" Dorische zu hören. Der verfügbare Ausschnitt klingt fast schon gehetzt, die gesamte Aufnahme wirkt etwas runder.

Hallo,

diese Aufnahme ist ein schönes Beispiel, wie das gehen kann.
Ich würd "pneumatisch" jetzt auch nicht pauschalisieren. An einer grottigen mechanischen Schleiflade wird´s halt genauso haarig wie an einer miserablen pneumatischen Kegellade. Dazu gibt´s doch sehr viele verschiedene Arten von Kegel- über Taschen- oder Schlüssel- und sonstwas ;)- Laden.
Und eine "pneumatische" Orgel schaut bei Henry Willis anders aus, als bei Willibald Siemann oder bei Michael Weise.
Bei Röhrenpneumatik ist ja die Verzögerung bei guter Konstruktion, ausreichend hohem Winddruck und mittels Relais äußerst gering.
Einen Druckpunkt hat´s natürlich nicht, aber den braucht´s ja auch für abgesetztes Spiel nicht.
Bei Elektropneumatik hat man schon nochmal andere Möglichkeiten. Ich hab selbst erleben können, dass man bei el.-pneumatischen Kegelladen durch schnellen Tastendruck sogar die Ansprache manipulieren kann- Stichwort "Vorläufertöne" (oder "Spucken")...

Interessant finde ich auch diese BWV 548/2 -Aufnahme von Wolfram Menschick an seiner damaligen Dienstorgel in Amberg: http://www.georgsorgel.de/downloads/audio/menschick-bach.mp3


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