Aufbau begonnen, war: Neues aus Köln

Orlos @, Dienstag, 02. Juni 2026, 13:49 (vor 97 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Wenn man nur ein Konzert spielt, reichen Sequenzer. Dann ist mir völlig egal, wo die anderen Knöpfe sind, manchmal findet man sie zwischen den Manualen, manchmal nur über dem höchsten Manual (z. B. Rüdesheim-Eibingen, Klosterkirche), manchmal nur in einer Schublade (Tauberbischofsheim) etc.
ABER: Für einen Gottesdienst oder eine Chorbegleitung o.ä. benötige ich schnellen Zugriff auf verschiedene Setzerkombinationen, da muss man auch hin- und herschalten können, manchmal eine Kombination überspringen. Hier bin ich darauf angewiesen, ein übersichtliches System vorzufinden. Aus diesem Grund haben wir uns bei der neuen Orgel in Eltville für das "klassische" System mit Setzergruppen (A-H) und Kombinationen entschieden. Die Praxis bestätigt das. Schon das 10er-System (nur die Zahlen 0 bis 9 sind direkt zu drücken) ist mir schon zu viel Einschränkung.
Natürlich soll der Amtsinhaber alle Möglichkeiten haben, die er braucht. Aber ein völlig anderes System einzubauen, finde ich egoistisch. Wer die Knöpfe unter dem 1. Manual nicht mag, kann sie zwischen die Manuale einbauen. Aber sie gar nicht in der Nähe der Tasten zu haben, sondern nur am Rand, finde ich nicht gut. Außerdem wird der betreffende Herr doch häufig auch an anderen Orgeln spielen (gerade Domorganisten werden doch gerne woanders zu Konzerten eingeladen), wo er mit der "normalen" Setzerleiste konfrontiert ist.
Ich stelle mir gerade vor, eine beliebige Firma schafft Firmenwagen an, die für alle Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Weil der Chef es gewohnt ist oder einfach lieber mag, bekommen alle Autos das Lenkrad rechts eingebaut. Er fühlt sich dann wohl, alle anderen müssen leiden. Okay, es ist überspitzt und jeder Vergleich hinkt, aber Ihr wisst, was ich meine...


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