GROSSE Komponisten

Friedrich @, Mittwoch, 14. September 2011, 19:24 (vor 5472 Tagen) @ FranzS.

Vom grandiosen Dupré fange ich gar nicht an...

ohne Zweifel einer der ganz Großen

Jjein, in meinen Ohren. Opus 7, klar; Opus 36/2 auch. "Le monde dans …" glasklar; sogar "Cortège et Litanie" hat auf seine schlichte Art Größe. Der Kreuzweg, Psalm XVIII, Les Nymphéas und die Sinfonien inklusive "Évocation" brauchen aber schon viel Spielerliebe, um wirklich zu gelingen – dann können sie zugegebenermaßen grandios wirken (so wie z. B. hier). Aber sonst ist da viel Kunsthandwerk dabei; und von der Orgel-Kammermusik will ich gar nicht sprechen *schauder*.

Naja, und Reger wäre vielleicht ein guter Komponist gewesen, wenn er etwas weniger getrunken hätte ...

Einspruch euer Ehren, Fuge op. 57 (und op. 73) hören!

Absolut! Wobei Du dem Bourdon céleste in gewisser Weise recht gibst: Die Weidener Stücke (z. B. auch die Fantasien op. 52 und das herrliche op. 59) und die Werke der frühen Münchener Zeit entstammen der wohl längsten trockenen Phase Regers (in Weiden observierte ihn die Familie rund um die Uhr, in München riss er sich für seine geliebte, frisch ihm vermählte Elsa mächtig zusammen).

"Anton Bruckner wrote the same symphony nine times, trying to get it just right. He failed." --Edward Abbey

Bruckner hat möglicherweise die gleiche Sinfonie 9 mal geschrieben und er hätte sie 90 mal schreiben können, ohne eine zuviel geschrieben zu haben!

Abbey und Du, ihr habt in meinen Ohren beide recht. Bruckner scheitert noch jedesmal – aber ihm dabei zuzuhören, das ist schon ein Erlebnis.

Und überhaupt, das Erlebnis – nicht zu unterschätzen bei alldem. Wenn Musik keines ist, war's auch keine.

Gruß,
Friedrich


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